Alex Capus: Reisen im Licht der Sterne
Stevensons letzte Lebensstation auf einer samoanischen Pazifikinsel
Robert Louis Stevenson halte ich schon immer für einen außergewöhnlichen Autor. Ich habe mich bisher noch nie mit seiner Person und seinem Leben beschäftigt. Was Alex Capus hier an Fakten und Begebenheiten zusammenträgt handelt überwiegend von Stevensons letzter Lebensstation auf einer samoanischen Pazifikinsel.
Dort lebt der Schriftsteller zusammen mit seiner kleinen, dunkelhaarigen, rauchenden Frau und einigen anderen nicht weniger skurrilen Familienmitgliedern in einem großen Herrenhaus inmitten eines feindseligen, regenreichen Klimas. Capus baut seine Theorie vom Schatzsucher Stevenson Stück für Stück auf, doch das interessante an der Schilderung sind für mich mehr die Spleens von Stevenson und den anderen Figuren. Stevenson und seine Frau kommen als ein drolliges Paar rüber, das zusammen durch dick und dünn geht, aber viel vom anderen an Launen und Kapriolen ertragen müssen.
Teilweise völlig irrwitzig, aber eben witzig. Kein Drama, halt ein Menschenleben, das es sich nicht leicht gemacht hat und in Buchform und aus der Distanz und mit einem Dach überm Kopf, das vor Regen schützt, gut lesbar ist.