Ausgelesen: „The Institute“

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Ausgelesen: „The Institute“

Nach zwei Jahren Pause lese ich wieder einen King. Seine letzte Romane haben mich selten richtig gepackt. Das letzte mal wahrscheinlich “Revival”, da hatte er mich am Ende doch überrascht. Aber hier geht es im “The Institute”. Die englischsprachige Kindle-Version von Hodder & Stoughton bekommt man aktuell für gerade mal 2,99 Euro, da wird nicht lange überlegt. 

Stephen King schrieb hat sich bereits zu Beginn seiner Karriere mit Geschichten über Kinder und Jugendliche mit übernatürlichen Fähigkeiten von anderen Autoren abgesetzt (“Carrie”, “Firestarter”, “The Shining”). Wahrscheinlich läuft das Patent dafür auf seinen Namen. Telekinese und Telepathie gehören im Kingschen Kosmos zur festen Einrichtung, egal ob bei Haupt- oder Nebenfiguren. Dass er irgendwann mal seine eigene Superheldentruppe der Parapsychologie zusammenstellt, ist eigentlich logisch.  

Seine Teenies in “The Institute” sind als Figuren wunderbar und mit viel Humor gezeichnet, man sieht bereits eine neue HBO-Miniserie am Horizont (Es ist tatsächlich was in der Mache). Und auch die fiesen Erwachsenen, ihre Gegenspieler, haben genug Leinwandpotential. Was mir in seinen neueren Büchern fehlt, ist der Schlag in die Magengrube, der wirklich unangenehme Horror. Was die Psychic-Kids erleben ist alles andere als angenehm, bleibt aber in seiner Darstellung in einer Comic-Ästhetik stecken, die das Grauen nicht so hart spüren lässt wie z.B. bei “Friedhof der Kuscheltiere” oder “Brennen muss Salem”, von “IT” ganz zu schweigen. Doch man ist froh, dass der Mann immer noch einen so guten Output hat. Unterhaltsam ist “The Institute” allemal und das Showdown mal wieder episch, wenn man auch die Erde nicht so zittern spürt wie man es gerne möchte, wenn man sich für King als Lesestoff entscheidet. 

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Bewertung: 3 von 5.