Ausgelesen: “The Last Days of JohnLennon”
Weihnachten war für mich wieder Beatles-Zeit. In diesem Jahr war Regisseur #PeterJackson so nett, uns seinen Doku-Dreiteiler #GetBack auf den Bildschirm zu streamen. Und nein, er handelt nicht davon, wie Frodo nach seinen Abenteuern in „Der Herr der Ringe“ wieder zurück ins Auenland findet. Die vier Hobbits, um die es ging, kommen aus dem Küstenort Liverpool. Einer von ihnen trägt gerne Ringe, doch da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Fast acht Stunden musste man als Beatles-Fan absitzen, doch die haben sich gelohnt. Kurz vor Silvester fällt mir bei einem Supermarktbesuch das Taschenbuch “The Last Days of #JohnLennon” von @jamespattersonbooks ins Auge und ich greife natürlich zu.
Patterson hat wahrscheinlich so viele Bücher geschrieben wie ich gelesen und er kann wirklich in jedem Genre schreiben. Warum also nicht, zusammen mit zwei Beatles-Kennern als Co-Autoren, ein Buch über John Lennon und die Hintergünde seiner Ermordung im Dezember 1980. Nur, dass der Titel hier etwas impliziert, was im Buch schnell abgehandelt wird. Der Leser bekommt dagegen über weite Strecken einen Abriss von Lennon’s Leben und Karriere als Beatle, Solo-Musiker, Vater und Weggefährte von Yoko Ono. Und das liest sich gut und füllt so manche Wissenslücke, die man als Beatles-Fan ungerne leer lässt.
Zwischen den Kapiteln immer wieder kurzer Ausflüge in den Kopf und die Pläne seines Mörders Mark Chapman, ein Typ, der so unglaublich gewöhnlich und kleingeistig rüberkommt, dass man gegen Ende des Buches immer wieder Hoffnung schöpft, dass so eine beinahe traurige Figur es gar nicht schafft, den Finger am Abzug zu betätigen. Leider ist die Geschichte bereits geschrieben, und der Mord an Lennon hat eine ganze Generation traumatisiert, wenn man dem Untertitel des Doku-Thrillers glaubt. Mir hat er geholfen, John Lennon nochmal in einem anderen Licht zu sehen und ich konnte über eine Spotify-Suche seinen Katalog als Solo-Künstler nochmals entdecken.