Jérôme Ferrari: Predigt auf den Untergang Roms

Ein Lob auf den Untergang

Teilen
Jérôme Ferrari: Predigt auf den Untergang Roms

Wenn am Anfang der Geschichte ein Messer vorkommt, dann wird es irgendwann auch benutzt. Das gleiche gilt für Revolver und andere Dinge, die sich als Waffen nutzen lassen. Das ist aber so ziemlich das Einzige, was Jérôme Ferrari an Gewöhnlichem Erzählstil auf Lager hat.

Mit der Stimme eines klugen Erzählers, die ins Innerste seiner Figuren hineinschaut und jedem seine Würde lässt, die er mitunter mit dem Messer verteidigt, lässt er seine beiden Philosophiestudenten auf Korsika eine Kneipe führen wie kein anderer es hinkriegen würde. Am Ende geht niemand unter, aber man weiß, dass manche Dinge besser hinter einem liegen als sie ein Leben lang zu strapazieren. Ein Lob auf den Untergang.